| November | 19:00 Uhr | Sprachen: |
| 02 | 07743 JenaHaus auf der MauerInternationales CentrumJohannisplatz 26 | Deutsch |
| Veranstalter: | Rollstuhlgerecht: | |
| Mittwoch | FES Thüringen | Nein |
Jüdisches Leben in Deutschland heute
Die jüdischen Gemeinden in Deutschland blicken auf mehrere Jahrzehnte des Wachstums zurück. Wurde das jüdische Leben in Deutschland im Holocaust nahezu vollständig ausgelöscht, kam es jedoch nach Kriegsende schnell zur Wiedergründung jüdischer Gemeinden. Was ursprünglich nur als Übergangslösung bis zur Auswanderung gedacht war, verfestigte sich und bildete sukzessiv die Grundlage der Wiederbelebung jüdischen Lebens in Deutschland. Die gepackten Koffer wurden ausgepackt und es entwickelte sich ein reges Gemeindeleben.
In den vergangenen 20 Jahren nach dem Ende des Kalten Krieges waren die Gemeinden dann von starker Zuwanderung geprägt. Dadurch sind die Mitgliederzahlen bedeutend angestiegen, was eine große Bereicherung und Vielfalt mit sich brachte, zugleich aber hohe Integrationsanforderungen stellte. Insgesamt haben die jüdischen Gemeinden diese Herausforderungen sehr erfolgreich bewältigt und gelten daher als ein gutes Beispiel für gelingende Integration in Deutschland.
Im Rahmen der 19. Jüdisch-Israelischen Kulturtage in Thüringen wollen wir bewusst den Blick auf das jüdische Leben in Deutschland werfen: Wie gestaltet es sich in der Gegenwart und was ist für in Deutschland lebende Juden aktuell besonders bedeutsam? In welcher Art und Weise werden die jüdischen Gemeinde und ihre Anliegen im öffentlichen Bewusstsein wahrgenommen und sind im öffentlichen Leben verankert? Wie leben Juden als hier Geborene und als Zugewanderte miteinander und in der Gesellschaft? Und welche Integrationserfahrungen der jüdischen Gemeinden können für den Diskurs über Integration in Deutschland nutzbar gemacht werden?
Die Veranstaltung findet im Rahmen der 19. Tage der Jüdisch-Israelischen Kultur in Thüringen statt und wir ausgerichtet vom Förderverein Alte & Kleine Synagoge Erfurt e.V., dem Fachschaftsrat für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Jena und der Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen. Sie sind herzlich eingeladen.






