September 11:00 Uhr Sprachen:
26 Goethe-Galerie Deutsch
   
Veranstalter: Rollstuhlgerecht:
Montag Stadtteilbüro Lobeda Ja

Eröffnung der Ausstellung "Vom Ankommen und Bleiben"

Etwa jeder zehnte Einwohner von Jena hat einen Migrationshintergrund. Doch was heißt das eigentlich? Wer sind diese Menschen, die kommen und welche Gründe gibt es, die Heimat zu verlassen? Wie werden sie aufgenommen und fühlen sie sich nach Monaten und Jahren hier zu Hause? Diesen Fragen geht die Ausstellung „Vom Ankommen und Bleiben“ nach, die vom 26.-28. September in der Goethegalerie zu sehen ist.
Ein gleichnamiger Fotografie- und Interviewworkshop hat ausländischen Mitbürgern ein Gesicht gegeben und ihre Geschichten aufgeschrieben. Die Krisen dieser Welt schlagen sich darin ebenso nieder wie tiefe menschliche Gefühle, die alle Grenzen überwinden. Es begegnen uns die ersten politischen Asylanten, die nach dem Putsch in Chile in die DDR kamen, Studenten, die nicht wieder weg wollten, Liebende, die ihrer Partnerin oder ihren Partner nach Deutschland gefolgt sind und Deutschstämmige, die der Sprache nicht mächtig waren.
Der Workshop, ein STÄRKEN vor Ort-Projekt, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, vereinte eine Interviewgruppe unter Leitung von Doris Weilandt und eine Fotografiegruppe unter Leitung von Olrik Drabant im Stadtteilbüro Lobeda. Präsentiert werden die Ergebnisse als großformatige Portraitaufnahmen mit Begleittexten, die als Katalog erscheinen. Der Betrachter lernt nicht nur eine ganze Menge über Lebensgewohnheiten in anderen Ländern. Vielmehr ist es auch als ein Spiegel, in dem unsere Gesellschaft betrachtet wird. Jena hat sich besonders in den letzten Jahren zu einer multikulturellen Stadt entwickelt, in der Ausländer spüren, dass sie willkommen sind. (Doris Weilandt)